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Mit Neugierde und Offenheit zu neuen Entdeckungen im Alltag

  • Autorenbild: jovankaruoss
    jovankaruoss
  • 14. Juli 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Letzte Woche war ich das erste Mal im Antiquitätenladen in unserem Tal. Es gibt nicht so viele Läden bei uns. Man könnte also meinen, dass ich mittlerweile alle Läden einmal besucht hätte. 


Der Laden steht direkt an der Hauptstrasse. Verkehrstechnisch gut gelegen. Doch die Autos rasen vorbei, auf dem Weg in die Berge. Aus den Augenwinkeln habe ich das Schild “Kunst und Antiquitäten” öfters wahrgenommen. 


Aber anhalten und reinschauen, auf diese Idee bin ich noch nie gekommen. 


Bis letzte Woche eine offene und neugierige Frau eine gemeinsame Freundin im Tal besuchte. Zu Fuss erkundete sie das Dorf und fand auf ihrem Spaziergang den Antiquitätenladen. Sie trat ein und war fasziniert. Am Abend erzählte sie begeistert von ihrem Besuch und schwärmte vom Sortiment des Antiquitätenhändlers. 


Nun wurden auch wir “Einheimischen” neugierig. 


Am nächsten Tag besuchten wir zu dritt den Laden in dem kleinen, eher unscheinbaren Häuschen. Ich dachte immer, dass der Laden einen Raum im Erdgeschoss einnimmt. Doch der Laden ist über das ganze Haus verteilt. Wie im Museum betritt man Raum für Raum und wird in die Vergangenheit versetzt. Alte, wunderschön verzierte Schränke zieren die niedrigen Räume und alte Postkarten liegen auf antiken, für heutige Verhältnisse eher kleinen Betten. 


Am besten haben mir die Glaskaraffen mit den passenden Gläsern gefallen.


Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob die Gläser für Wasser oder Schnaps gedacht sind. Aber egal, kann man sicher für beides brauchen. Der Händler hat unsere Besucherin gleich wiedererkannt und auch gleich gespürt, dass er eine potentiell gute Kundin vor sich hat. Ein Pärchen, das kurz nach uns den Laden betrat, hat er gebeten, zu einem späteren Zeitpunkt wiederzukommen.


Meine Freundin und ich haben uns etwas verdutzt angeschaut, fanden seine Aktion aber auch ziemlich witzig.  


Man muss Prioritäten setzen. Und wieso sollte er seine Zeit mit Leuten verschwenden, die nur neugierig reinschauen und vermutlich doch nichts kaufen? Zum Glück hatten wir unsere offene, neugierige und kaufwillige Besucherin dabei! Während sie die Accessoires der hiesigen Tracht bestaunte und mit dem Händler um den Preis feilschte, erkundeten wir in aller Ruhe die Räume in den oberen Stockwerken. Als wir wieder zurück im Erdgeschoss ankamen, waren der Händer und die Freundin zufrieden mit ihrem Handel. 


Ich habe zwar nichts gekauft, doch auch ich habe den Laden zufrieden verlassen.


Ein offenes und neugieriges Auge von aussen hat mir neue Entdeckungen ermöglicht und mich daran erinnert, dass es auch an vermeintlich altbekannten Orten neue Dinge zu entdecken gibt. Dafür braucht es nicht unbedingt ein fremdes Auge von aussen, doch manchmal ist ein wenig Unterstützung hilfreich, um die Neugierde und die Offenheit in sich selbst wiederzufinden.


 
 
 

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